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Apitherapie: Wissenswertes über Produkte aus dem Bienenstock


Abbildungen auf dieser Seite teilweise KI-generiert.

Honig, Propolis und Bienenwachs begleiten den Menschen schon seit Jahrtausenden. Neben ihrer Verwendung als Lebensmittel oder Werkstoff spielen einige Bienenprodukte auch in der traditionellen Heilkunde und in modernen Pflegeprodukten eine Rolle. Unter dem Begriff Apitherapie werden ganz unterschiedliche Anwendungen zusammengefasst – von Honigauflagen bis zur Nutzung von Bienengift oder Bienenstockluft.

So faszinierend diese Vielfalt ist: Nicht jede überlieferte Anwendung ist wissenschaftlich ausreichend untersucht. Manche Verfahren gehören ausschließlich in medizinisch geschulte Hände, andere sind vor allem aus der traditionellen Nutzung bekannt.

Was bedeutet Apitherapie?

Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort apis für Biene ab. Apitherapie bezeichnet die Verwendung von Produkten aus dem Bienenstock zu gesundheitlichen oder pflegenden Zwecken. Dazu zählen Honig, Propolis, Bienenwachs, Blütenpollen, Bienenbrot und Gelée Royale. Auch Bienengift, Drohnenbrut und die Luft aus dem Bienenstock werden in diesem Zusammenhang genannt.

Die wissenschaftliche Beurteilung fällt je nach Produkt und Anwendung sehr unterschiedlich aus. Ergebnisse aus dem Labor lassen sich nicht automatisch auf eine Behandlung am Menschen übertragen. Verlässliche medizinische Empfehlungen benötigen kontrollierte klinische Untersuchungen.

Honig – mehr als ein süßes Lebensmittel

Offenes neutrales Glas mit dunklem und cremigem Manuka-Honig
Manuka-Honig

Honig besteht überwiegend aus verschiedenen Zuckerarten und Wasser. Hinzu kommen organische Säuren, Enzyme, Aromastoffe und weitere Bestandteile, deren Zusammensetzung von der jeweiligen Pflanzenquelle abhängt.

Traditionell wird Honig unter anderem bei Husten oder zur Pflege beanspruchter Haut verwendet. In der professionellen Wundversorgung kommen speziell aufbereitete und kontrollierte medizinische Honigprodukte zum Einsatz. Gewöhnlicher Speisehonig ist dafür nicht geeignet. Eine Auswertung der Cochrane Collaboration zeigt zudem, dass sich die Studienergebnisse nicht pauschal auf jede Art von Wunde übertragen lassen.

Eine besondere Honigsorte ist der neuseeländische Manuka-Honig. Er enthält Methylglyoxal, kurz MGO, in vergleichsweise hoher Konzentration. Manuka-Honig wird als Lebensmittel angeboten, ist aber auch Bestandteil kosmetischer und medizinischer Erzeugnisse.

Propolis – Schutzstoff im Bienenstock

Gesammelte rohe Propolis als brauner harziger Klumpen auf einem Holztisch
Roh-Propolis aus dem Bienenstock

Propolis ist ein harzartiges Gemisch, das die Bienen aus pflanzlichen Harzen, Wachs und weiteren Bestandteilen herstellen. Sie nutzen es, um kleine Öffnungen abzudichten und Oberflächen im Bienenstock zu überziehen. Auf diese Weise trägt Propolis zur Hygiene und zum Schutz des dicht besiedelten Stocks bei.

Verarbeitet wird Propolis beispielsweise in Tinkturen, Salben, Mundpflegeprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln. Laboruntersuchungen zeigen interessante Eigenschaften verschiedener Propolisbestandteile. Die häufig beworbenen allgemeinen Gesundheitswirkungen einer Einnahme sind beim Menschen jedoch nicht eindeutig belegt. Eine verständliche Einordnung bietet die Verbraucherzentrale.

Propolis kann außerdem Kontaktallergien auslösen. Menschen mit einer bekannten Allergie gegen Bienenprodukte sollten entsprechende Erzeugnisse deshalb nicht verwenden.

Bienenwachs – Baustoff und Pflegebestandteil

Honigbiene in Großaufnahme auf einer natürlichen Bienenwabe aus Wachs
Eine Honigwabe besteht aus Bienenwachs

Arbeiterinnen erzeugen Bienenwachs in speziellen Wachsdrüsen und formen daraus die sechseckigen Zellen der Waben. Darin zieht das Bienenvolk seinen Nachwuchs auf und lagert Honig sowie Pollen ein.

Der Mensch nutzt Bienenwachs nicht nur für Kerzen. In Kosmetikprodukten sorgt es für Konsistenz, bildet einen leichten Schutzfilm und hilft, Feuchtigkeitsverlust zu begrenzen. Deshalb findet man es unter anderem in Lippenpflege, Salben, Cremes und festen Pflegeprodukten.

Gelée Royale – Nahrung der Bienenkönigin

Gelée Royale wird von jungen Arbeiterinnen gebildet. In den ersten Lebenstagen erhalten alle Bienenlarven diesen Futtersaft. Larven, aus denen Königinnen entstehen sollen, werden dauerhaft damit versorgt und entwickeln sich in besonderen Königinnenzellen.

Für die Gewinnung von Gelée Royale werden solche Zellen angelegt und die darin befindlichen Larven später entfernt. Das Verfahren ist deshalb auch aus Sicht des Tierwohls umstritten.

Gelée Royale wird vor allem in Trinkampullen, Kapseln und kosmetischen Produkten angeboten. Viele damit verbundene Gesundheitsversprechen sind wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Zudem sind allergische Reaktionen möglich. Eine ausführlichere Bewertung findest du bei der Verbraucherzentrale.

Blütenpollen und Bienenbrot

Blütenpollen und Bienenbrot in zwei Schalen auf einem rustikalen Holztisch
Blütenpollen & Bienenbrot

Blütenpollen versorgen das Bienenvolk vor allem mit Proteinen, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen. Die Sammlerinnen transportieren den Pollen als sogenannte Pollenhöschen an ihren Hinterbeinen in den Stock.

Ein Teil des Pollens wird in Wabenzellen eingelagert und mit Nektar beziehungsweise Honig und Bienensekreten vermischt. Durch natürliche Fermentationsprozesse entsteht daraus haltbares Bienenbrot. Sowohl Pollen als auch Bienenbrot werden als Lebensmittel und Nahrungsergänzung angeboten.

Ihre Zusammensetzung schwankt jedoch stark. Ein zusätzlicher gesundheitlicher Nutzen ist nicht zuverlässig belegt, und bei einer Pollenallergie sind unerwünschte Reaktionen möglich. Weitere Informationen bietet die Verbraucherzentrale zu Blütenpollen.

Bienengift, Apilarnil und Bienenstockluft

Zu den weniger verbreiteten Bereichen der Apitherapie gehört die Anwendung von Bienengift. Medizinisch hat Bienengift beispielsweise bei der ärztlich überwachten spezifischen Immuntherapie einer Insektengiftallergie Bedeutung. Das absichtliche Provozieren von Bienenstichen ist dagegen mit erheblichen Risiken verbunden und eignet sich nicht zur Selbstbehandlung.

Apilarnil wird aus Drohnenlarven und dem sie umgebenden Futtersaft hergestellt. Es wird teilweise als Nahrungsergänzung angeboten, für die beworbenen gesundheitlichen Wirkungen fehlen jedoch überzeugende klinische Belege. Auch die Gewinnung aus der Drohnenbrut sollte aus ethischer Sicht nicht unerwähnt bleiben.

Bei der sogenannten Bienenstocklufttherapie wird warme Luft aus einem Bienenstock über ein Schlauchsystem eingeatmet. Sie enthält flüchtige Bestandteile aus Honig, Wachs, Pollen und Propolis. Obwohl einzelne Anwender von positiven Erfahrungen berichten, fehlen bislang ausreichend belastbare klinische Untersuchungen, um daraus verlässliche Behandlungsempfehlungen abzuleiten.

Tradition und Forschung unterscheiden

Produkte aus dem Bienenstock sind biologisch und kulturell faszinierend. Einige eignen sich als Lebensmittel, natürliche Werkstoffe oder Bestandteile kosmetischer Pflegeprodukte. Andere werden traditionell für gesundheitliche Zwecke eingesetzt und weiterhin wissenschaftlich untersucht.

Wichtig: Apitherapeutische Anwendungen ersetzen keine ärztliche Diagnose oder notwendige Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden, offenen Wunden oder allergischen Reaktionen solltest du medizinischen Rat einholen. Bei einer bekannten Allergie gegen Bienenprodukte oder Pollen ist besondere Vorsicht geboten.

2 Kommentare zu „Apitherapie: Wissenswertes über Produkte aus dem Bienenstock“

  1. Todella hyvä. Olen hoitanut yhden perotoneaali abskessin kotihoidon Manuka- hunajavoiteella, ja sain askessi onkalon umpeen, ei jäänyt fisteliä, jota kovin pelkäsin. Myös alkavan herpeksen olen saanut kolmessa vrk:ssa hoidettua mehiläisvaha voiteella kun heti ensi oireiden ilmaannuttua olen voidetta laittanut ! Aivan parasta hoitoa, jota julkinen sektori ei mainosta, eikä moni yksityinenkään.

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    • Übersetzung:
      Sehr gut. Ich habe einen perotonealen Abszess mit Manuka-Honig-Salbe behandelt und die Aszites-Höhle geschlossen, ohne dass eine Fistel zurückblieb, wovor ich solche Angst hatte. Ich habe auch einen beginnenden Herpes innerhalb von drei Tagen mit Bienenwachs-Salbe behandelt, nachdem ich die Salbe sofort nach dem Auftreten der ersten Symptome aufgetragen hatte! Die absolut beste Behandlung, die weder vom öffentlichen Sektor noch von vielen privaten Anbietern beworben wird.

      Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

      Vielen Dank für den ausführlichen Kommentar

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