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Lippenherpes: Ursachen, Ansteckung und was helfen kann


Abbildungen auf dieser Seite teilweise KI-generiert.

Erst kribbelt oder spannt die Lippe, dann entstehen kleine Bläschen: Lippenherpes ist für viele Menschen ein wiederkehrendes Problem. Die betroffene Stelle kann brennen, schmerzen und beim Essen oder Sprechen unangenehm sein.

Verursacht wird Lippenherpes durch Herpes-simplex-Viren. Nach der ersten Infektion bleiben sie im Körper und können später erneut aktiv werden. Die Bläschen heilen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Während eines Ausbruchs ist es besonders wichtig, eine Übertragung auf andere Menschen zu vermeiden.

In diesem Beitrag erfährst du, wie Lippenherpes entsteht, welche Auslöser einen erneuten Ausbruch begünstigen können und was bei Beschwerden sinnvoll ist. Außerdem erklären wir, wann du ärztlichen Rat einholen solltest.

Was verursacht Lippenherpes?

Lippenherpes wird überwiegend durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) verursacht. Viele Menschen infizieren sich bereits in der Kindheit, ohne es zu bemerken. Eine Infektion führt nicht zwangsläufig zu sichtbaren Bläschen.

Nach der ersten Infektion verbleiben die Viren in bestimmten Nervenzellen. Dort können sie über lange Zeit in einem Ruhezustand bleiben. Werden sie erneut aktiv, können wieder Bläschen an der Lippe oder in ihrer unmittelbaren Umgebung entstehen.

Wie häufig Lippenherpes auftritt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche haben nie erkennbare Beschwerden, andere erleben wiederkehrende Ausbrüche. Die sichtbaren Stellen heilen ab; das Virus bleibt jedoch im Körper.

Wie verläuft Lippenherpes?

Eine Frau betrachtet im Badezimmerspiegel eine leicht gerötete Stelle am Lippenrand.
Kribbeln, Brennen oder ein Spannungsgefühl können einem sichtbaren Herpesausbruch vorausgehen.

Ein Ausbruch kündigt sich häufig durch Kribbeln, Jucken, Brennen oder ein Spannungsgefühl an der Lippe an. Manchmal ist die Stelle zunächst nur empfindlich oder leicht gerötet.

Anschließend bilden sich kleine, meist eng beieinanderliegende Bläschen. Sie können aufplatzen und nässen. Die offenen Stellen sind empfindlich und können beim Sprechen, Lachen oder Essen schmerzen.

Beim Abheilen entstehen Krusten, die sich nach und nach lösen. Lippenherpes heilt meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Kratze die Krusten nicht ab und öffne die Bläschen nicht absichtlich.

Bei einer ersten Infektion können die Beschwerden ausgeprägter sein als bei späteren Ausbrüchen. Stärkere Beschwerden im Mund, Fieber oder Schwierigkeiten beim Trinken sollten ärztlich abgeklärt werden.

Was kann einen erneuten Ausbruch auslösen?

Herpesviren können nach längerer Ruhe wieder aktiv werden. Mögliche Auslöser sind Erkältungen, Fieber, intensive Sonnenbestrahlung, Stress oder hormonelle Veränderungen.

Welche Faktoren eine Rolle spielen, ist individuell verschieden. Wer wiederholt Lippenherpes bekommt, kann darauf achten, unter welchen Umständen die Beschwerden auftreten. Nicht jeder Ausbruch lässt sich jedoch einem bestimmten Auslöser zuordnen.

Wie ansteckend ist Lippenherpes?

Nahaufnahme von Händen mit Seifenschaum beim Waschen an einem Waschbecken mit laufendem Wasser.
Wasche deine Hände, nachdem du die betroffene Lippenstelle berührt oder ein Mittel aufgetragen hast.

Vor allem der Kontakt mit der Flüssigkeit aus Herpesbläschen kann die Viren übertragen. Verzichte bis zur vollständigen Abheilung auf Küssen und Oralverkehr und teile keine Lippenpflegeprodukte, Trinkgefäße oder Handtücher.

Wasche deine Hände, wenn du die betroffene Stelle berührt oder ein Mittel aufgetragen hast. Vermeide anschließend den Kontakt mit den Augen.

Besondere Vorsicht gilt bei Neugeborenen: Küsse ein Baby nicht, wenn du Lippenherpes hast, und verhindere jeden Kontakt mit den Bläschen. Auch ohne sichtbare Beschwerden ist eine Übertragung möglich.

Was kann bei Lippenherpes helfen?

Eine Apothekerin berät eine Frau, die auf ihren Lippenbereich zeigt.
In der Apotheke erhältst du Beratung zu geeigneten Herpesmitteln und ihrer richtigen Anwendung.

Lippenherpes heilt meist von selbst ab. Virushemmende Cremes mit Aciclovir oder Penciclovir können die Dauer eines Ausbruchs etwas verkürzen. Sie wirken am besten, wenn du schon bei den ersten Anzeichen beginnst. Beachte die Packungsbeilage und lass dich bei Bedarf in der Apotheke beraten.

Öffne die Bläschen nicht und kratze Krusten nicht ab. Spezielle Herpespflaster können die betroffene Stelle schützen. Achte beim Auftragen von Cremes oder beim Wechseln eines Pflasters darauf, die betroffene Stelle möglichst wenig zu berühren, und wasche anschließend gründlich die Hände.

Wann ist ärztlicher Rat wichtig?

Lass Beschwerden am Auge oder in dessen Nähe umgehend ärztlich abklären.

Auch bei stark ausgeprägten Beschwerden, einem geschwächten Immunsystem, häufigen Ausbrüchen oder fehlender Abheilung nach etwa zwei Wochen ist ärztlicher Rat sinnvoll.

Bei Kindern gilt das besonders, wenn schmerzhafte Stellen im Mund das Trinken erschweren.

 

Quelle: Bundesgesundheitsportal


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